Galerie Sonnenland

Ist das Kunst? Ja!

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Am 3. März im Stadtteilprojekt Sonnenland. Fotos: fbt

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Dorothea Grießbach hat auch diese Ausstellung konzipiert. Foto: fbt

Ich habe selten eine Ausstellung gesehen, die so genau ein Bild von den Menschen gibt, die dahinterstehen. Einerseits die Kinder der Medien-Stadt-Scouts, die voller Energie und drängender Neugier und mit entwaffnender Direktheit zwei Dinge gleichzeitig für sich entdecken: Fotografieren (Video) und Hamburg. Andererseits ein paar junge Leute, die schon weiter sind: Sie beherrschen das Handwerk schon fast perfekt, sind „nebenbei“voll damit beschäftigt, ihre eigenen Lebensentwürfe zu finden und zu verwirklichen. Sie sind im besten Sinn gesprächig und haben Witz, machen sich Gedanken und verfügen nicht selten über immenses, interessantes Wissen.

Alles fügt sich in den Mittelpunkt des Stadtteilprojekts Sonnenland, das inmitten des angeblichen, sozialen Brennpunkts mit ein paar „Einzelkämpfern“ versucht eine Nachbarschaft abzubilden und herzustellen, in der ich mich jedenfalls wohlfühle. Zusammen mit der Galerie Sonnenland sind immerhin innerhalb von drei Wochen zwei Ausstellungen eröffnet worden – das soll uns ein anderes Viertel in Hamburg erst mal nachmachen.

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Es geht darum, dass Kinder und junge Leute mit den Möglichkeiten der Bilder Wege finden, sich auszudrücken – ihre eigene Welt zu intensivieren und zu verstehen, sich selbst sicherer zu werden. Wenn das nicht überhaupt Zweck aller Künste ist. Foto: fbt


Die Galerie Sonnenland ist eröffnet

Um die 30 Besucherinnen und Besucher ließen sich am 17.2. durch die Galerie Sonnenland führen. Fotos: TZ, fbt
Von Dorothea Grießbach stammt das Konzept, von Gertrud Koschnick, den Medienstadtscouts, Jugendlichen aus dem Stadtteilprojekt  und mir die Fotos: Im Sonnenland 18 wandelt sich das meistens unansehnliche Treppenhaus zu einem schönen Fußweg, auf dem allerlei Nettes zu sehen ist. Die Bilder sollen – unterstützt von der SAGA, auf Dauer hier bleiben, die meisten Beiträge sind auch hier oder in der Nähe entstanden.

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Dieses Bild zeigt die (selten) verschneite Straße, in der ich lebe.

Was ist für mich besonders an diesem Projekt? Ganz frei nach Konstantin Wecker:
„Was ich an dir mag, ist das Geheime,
jedes Wort zuviel ist schon Gefahr,
denn so schnell verfällt ins Allgemeine,
was zuvor so ganz besonders war.“

Wir gehen den umgekehrten Weg – machen das Allgemeine besonders. In dem wir Bekanntes zeigen – verschneite Häuser, den Blick vom Laubengang, die Eichhörnchen, Schafe in den Boberger Dünen, Häuser in der aufgehenden Sonne – machen wir es besonders. Das Schneebild wird im ersten Moment für ein schwarz/weiß-Foto gehalten. Das übergroße Rotkehlchen führt vor, wie kunstvoll seine Federn angeordnet sind. Die Ausschnittvergrößerung des Sommerblicks vom Laubengang in HDR-Technik erinnert daran, dass selbst ein schlichter Baum mit seinen Blättern ein ästhetisches Ereignis sein kann. Diese Blicke holen wir in ein Treppenhaus, das auf den ersten Blick dunkel wirkt. Manchmal gibt es Lichtspiele mit den Fenstern. Immer wieder stehen wir Hausbewohner vor der Sehnsuchtswand der Briefkästen, in denen dann doch wieder nur Rechnungen und Post vom Amt stecken, meistens jedenfalls.

Ich bin sehr gespannt darauf, welche Langzeitwirkungen diese Galerie hat. Der Eröffnungsfreitag jedenfalls war eine sehr schöne Gelegenheit, mit bekannten Menschen mal ganz anders zu sprechen.

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Dieses Bild stand am Eröffnungsnachmittag: Wie viele Ängste, Sehnsüchte, Hoffnungen verbinden sich mit dieser Wand. Foto: fbt

Kommt gucken, wenn Ihr unsere Bilder sehen wollt! Setzt Euch mit mir oder dem Stadtteilprojekt Sonnenland in Verbindung. Auf dieser Seite werde ich ansonsten berichten, wie es mit der Galerie weitergehen wird.

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