Krisenmodus oder nicht – Notizen und Bilder, nicht nur zum C-Thema

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Frank Berno Timm arbeitet als Freier Text und Bildjournalist in und um Hamburg. Foto: TZ

Liebe Besucher und Besucherinnen dieser Seite,

„wann, wenn nicht jetzt?“ Diese Frage geht mir zur Zeit sehr häufig durch den Kopf. Wann soll ich denn sonst den Versuch machen, eine sowieso existierende Seite für mehr Online-Aktivitäten zu nutzen? Und wann soll ich anfangen, ein System dafür zu finden, wie ich mich online für meine Arbeit bezahlen lassen kann? Noch (Stand 18.3.20) steckt alles in den Kinderschuhen und das WordPress-System „dahinter“ ermöglicht wahrscheinlich wesentlich mehr. Aber ich mache mich jetzt mal auf den Weg und lade Sie und Dich ein, mich dabei zu begleiten.

Diese Site wird sich in den nächsten Wochen immer wieder wandeln. Vielleicht darf ich ja bald nicht mehr nach draußen und habe dann Zeit genug?


Corona darf nicht alles sein

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Wie voll ist das Glas? Oder ist es halb leer?

18. März 2020: Wie geht es weiter? Ein wichtiger Kunde teilt mit, dass eine Ausgabe (von dreien in unterschiedlichem Rhythmus)der Zeitung  das nächste Mal nicht erscheinen wird; allzu viel Bestand hat die Nachricht aber nicht.  Äußerungen im Freundes-, Verwandten- und Bekanntenkreis zum C-Thema lassen sich grob in drei Gruppen einteilen: Die einen schieben das „Schlimm, schlimm“ zwischen ihre üblichen Sätze. Die anderen schimpfen: Ich würde es nicht ernst genug nehmen, die verordneten Einschränkungen öffentlichen Lebens seien korrekt und man müsse noch mehr tun. Die dritte Gruppe, zu der ich mich am ehesten rechne, warnt vor übereilten, hastigen Schritten; findet, dass Angst und Panik schlechte Ratgeber sind und fürchtet, dass manche Einschränkungen eben nicht mehr rückgängig gemacht werden, wenn „alles vorbei“ ist.

Auf geht es, raus auf die Straße

18. März 2020: In der Hansestadt herrschte eine eigentümliche Atmosphäre. Nicht nur das Grün, wie der große Biermann einst sang, bricht aus den Zweigen, sondern auch zahllose, andere Farben – immerhin! Schulhöfe und Kita-Freigelände sind ausgestorben, als wären Ferien. Die abgesperrten Kinderspielplätze geben ein grausiges Bild  ab (Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder das am wenigsten verstehen.) Ein paar Hunde sind mit Herrchen oder Frauchen unterwegs.

Wie wirkt es in er Stadt wie Hamburg, wenn alle Bibliotheken (die hier Bücherhallen heißen) zu sind? Wenn es keine Konzerte mehr gibt, kein Theatervorstellungen? Wenn Museen zu haben? Was wird mit den Programmkinos?

Merkwürdig auch dies: Viel früher als sonst bricht bei mir  Dichtestress aus (den ich in Corona-freien Zeiten sehr wohl auch kenne): im Bus hoffe ich, dass sich niemand neben mich setzt, in der Kassenschlange ist mir unbehaglich (ein besonders langsamer Kassierer sollte die Zeit für Urlaub oder ein gutes Training nutzen). Das ewige „Wir freuen uns auf dich!“ wird nun, deutlich herzlicher, durch ein „Bleib gesund!“ abgelöst. Mal sehen, wie lange.

Überhaupt, die Gesundheit: „Man traut sich gar nicht mehr, zu niesen“, sage ich zur hübschen Tattoo-Frau im Supermarkt – sie lacht und erzählt, dass es ihr so ähnlich gegangen ist. Und es gibt bange Fragen: Was bedeutet Halsweh, eine laufende Nase und ein morgendlicher Hustenanfall? Noch mehr: Wie können wir in diesen Zeiten Normalität leben? 

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Der Frühling hat Ausgangssperre

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Auch das normale Leben geht weiter


Wie meine Kosten entstehen und was ich brauche

Freiberufliche Journalisten werden meistens nach Beiträgen (in meinem Fall: Texte & Bilder) bezahlt. Manchmal gibt es auch Kunden, die mit mir eine Pauschale vereinbaren, so dass ich freier agieren und sie besser planen können. Im Gegensatz zu fest angestellten Redakteuren haben wir wenig bis gar keine verbindlichen Tarife oder Regeln, die für Produzenten und Abnehmer eine Richtschnur bieten  können.

Ich rechne ungefähr so: Um einen Text zu schreiben, der rund eineinhalb DIN-A-4-Seiten hat, brauche ich zwei Stunden, manchmal weniger. Hinzu kommen (pro Text) rund drei Stunden Recherche (entweder vom Telefon oder über das Internet) oder unterwegs. In einigen Fällen muss ich drei bis vier Stunden Reisezeit rechnen, vor allem, wenn ich nicht in Hamburg arbeite. Im Gegensatz zu fest angestellten Kollegen muss ich für

  • alle Büromaterialien,
  • Computer und Kameras,
  • Versicherungen und Abgaben

selbst aufkommen. Pro Monat können das durchaus mehrere hundert Euro sein. Ob und wie Reisekosten von meinen Auftraggebern bezahlt werden, ist sehr unterschiedlich, die Regel ist es nicht.

Inzwischen gibt es Online-Bezahlsysteme, die es theoretisch möglich machen, dass ich meine Arbeit direkt vermarkte, Sie und Du als Besucher meiner Website für meine Texte und Bilder bezahlen. Leider zeigt ein Blick in die Branche, dass es dafür noch kein Modell gibt, das sich durchgesetzt hat und Freiberuflern wie mir eine wesentliche Summe an Einnahmen bietet (von Garantien will ich erst mal nicht reden). Deswegen habe ich heute mal angefangen, etwas zu versuchen, eine Art Beta-Modell: Mit dem Button/QR-Code auf dieser Seite habt Ihr und Sie die Möglichkeit, mich zu bezahlen. Bitte versteht das nicht als Bettelei, sondern als Versuch, miteinander neue Wege zu gehen, die einmal vielleicht nicht nur mir nutzen. Eins kann ich versprechen: Dafür gibt es von mir gründlich recherchierte Texte mit tollen Fotos.

 

hier für Mobilbenutzer:

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hier für Menschen am PC:


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