Als ich das letzte Mal in Hamburg aus dem Zug stieg, notierte ich mir noch schnell diesen Blick für das nächste Mal. Foto: Frank Berno Timm
In Hamburg leben
1,8 Millionen Einwohner, brennende Autos in der Nacht und messerstechende Jugendliche – andererseits eine Atmosphäre, die etwas mit trockener Herzlichkeit zu tun hat; spannende Museen und Ausstellungen, Konzerte, sehenswerte Architektur – die offene Welt im Hafen, eine Menge von Bäumen, wie man sie in kaum einer anderen Stadt findet, der älteste Verkehrsverbund der Bundesrepublik – alles das ist Hamburg. Demnächst wird es ein Einwohner mehr sein. Die zweitgrößte Stadt Deutschlands und – sowieso – schönste Stadt der Welt – ich freue mich, bald dort zu sein.
Ja, wenn die schönste Stadt der Welt in Sicht kommt, dann schlage ich mich einfach in die Büsche. Warum nicht mal am Rand von Harburg in einem Baumarkt in den Bäcker gehen und einen Café trinken, auch wenn die Verkäuferin hinter'm Tresen schimpft über ihre Kollegen. Was ich sonst vom Zug aus sehe, wirkt aus dem Autofenster schon vertraut. Die zweitgrößte Stadt Deutschlands, Hamburg an der Elbe. Nach einer halben Stunde inclusive Klönschnack am Telefon geht es dann weiter auf die Autobahn, diesmal weiter Richtung Osten.
Inzwischen habe ich Hamburg schon zu jeder Jahreszeit mindestens einmal gesehen. Im Winter kam ich in einem Hochhauskasten in einem Stadtrandviertel unter. U-Bahn stadtauswärts, schlittern über ungeräumte Fußwege. Junkfood im nahen Einkaufszentrum, Netzcafé abends, die Leute dort gäben genug her für eine schicke Milieustudie. Und: morgens gutes Frühstück. Hotels in Hamburg – unendlich Beispiele in der Zweimillionenstadt. Ein knappes Vierteljahr später bin ich dann in einem kleinen Hotel in der Stadt, nur eine Etage. Himmelbett, Duschkabine ins Zimmer gestellt, verwinkelte Gänge. Fast habe ich mich schon ein bisschen zuhause gefühlt. Ich soll doch wiederkommen, sagen sie, und das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Nun sind die Wege kürzer, das Quartier liegt viel günstiger, und das Viertel könnte mir fast mehr gefallen.
Was mich an Hamburg fasziniert? Die Großstadt, ganz gewiss. Die Fülle an Lebensmöglichkeiten. Der helle Himmel, die bedeutende Geschichte, die mutige Architektur der jüngsten Zeit. Das alles würde ich gern gründlicher kennenlernen. (Ja, längst liegen Hamburger Bücher hier, ich höre Hamburger Radio, schaue Hamburger Fernsehen, publiziere in einer Hamburger Zeitung. Aber Hamburger essen? Nein.)
"Ist Hamburg nicht zu teuer?", fragen mich Freunde und Verwandte. Was kosten Mieten, Einkaufen, das Tägliche? Für eine schicke Immobilie reicht das Geld nicht, jedenfalls nicht jetzt. Neulich war ich wieder mal in Billstedt, und manchmal schaue ich dort auch Wohnungsfotos an. Oder soll es ein anderes Viertel werden? Irgendwo am Hafen? Wie sind die Wege? Mit S-Bahn, U-Bahn oder Metronom?
Der nächste Termin ist schon vereinbart, und weitere folgen. Mehr darüber demnächst auch hier.
Und sonst auf dieser Site
Außerdem stelle ich Ihnen Schwerpunkte meiner Arbeit vor. Diese Unterseite zeigt Links zu Texten, die im Netz stehen. Hier gibt es Texte und Bilder zu meiner Arbeit als Kulturjournalist. Diese Site zeigt einen zweiten Schwerpunkt meiner Arbeit: ÖPNV und Eisenbahn. Schließlich erinnere ich an Reisen in die USA und an ein zweitweise sehr intensiv verfolgtes Fotoprojekt. Manche der Bilder sind nur für diese Website entstanden, auch einige der Texte, das Urheberrecht - nicht vergessen - liegt bei mir.
Hamburger Schaufenster
Und wieder ein neues Bild aus Hamburg. Diesmal von der wohl teuersten Baustelle der Stadt.
Die neue Philharmonie liegt am Rand der neuen Hafencity. Dieses Viertel ist ein Beispiel dafür, wie neue Architektur heute aussehen kann. Die Hafencity ist immer eine Reise nach Hamburg wert. Mehr Bilder hier und in Zukunft.
Diese Skulptur schmückt die Grindel-Hochhäuser in Hamburg und ist nur eine von mehreren. Einige erste Stichworte zu diesem interessanten Projekt finden sich auf der neuen Site über Architektur. Sehr gern würde ich die Häuser mal unter kundiger Führung besuchen und dann print darüber berichten. Wird ja vielleicht bald.
Auf der Site service in Hamburg lesen Sie u.a. ein Protokoll aus der DSL-Wüste. Eine hübsche Frage gibt es dort zum Anfang - und eine gute Antwort wäre mir etwas wert. Ach ja: Ist eigentlich schon aufgefallen, dass Hamburg besonders gern und häufig als Filmkulisse dient? Na gut, ich habe noch nicht nachgezählt, ob andere Städte häufiger an der Reihe sind - aber Hamburg ist schon gefragt. Es gibt eine kleine Serie, die auf entsprechende Sujets hinweist, natürlich hier.
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